Anordnung des Ruhens einer Approbation auch vor Verurteilung wegen einer Straftat möglich

Mit Urteil vom 09.01.2018 entschied das Verwaltungsgericht Köln (A.Z. 7 K 6082/15), dass die Anordnung des Ruhens einer Approbation auch dann in Betracht komme, wenn keine Verurteilung wegen einer Straftat vorliege, die die Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs zur Folge hätte. Eine entsprechende Einschränkung, die eine Verurteilung des Arztes voraussetze, enthielte § 6 Abs. 1 Nr. 1 BÄO nicht. Ausreichend sei vielmehr, wenn gegen den betroffenen Arzt oder die betroffene Ärztin ein Strafverfahren wegen solcher Straftaten eingeleitet worden ist, die im Falle ihrer Begehung die Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufes begründen.

Christopher Behne